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Orthokin / IRAP-Therapie

Orthokin / IRAP-Therapie

Die in der Humanmedizin seit Jahren angewandte Methode, findet seit einiger Zeit auch in der Tiermedizin Anwendung.

Auch unsere Pferdeklinik bietet diese neue Therapieform an. Diese Behandlung ist sowohl für Pferde mit chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen als auch bei verletzungsbedingten Sehnenerkrankungen geeignet.

IRAP – Therapie

Wirkungsprinzip

Nachdem der verantwortliche Stoff für die Vermittlung der Entzündung identifiziert worden war (Interleukin 1), konnten Forscher auch den körpereigenen Stoff finden, der eine ausgeprägte Entzündungshemmung bewirkt und dadurch die Regeneration des geschädigten Gewebes unterstützt. Dieser Stoff, bei dem es sich um ein körpereigenes Protein handelt, wurde als Interleukin 1- Rezeptorantagonist (kurz IL-1RA) bezeichnet, da dieses Protein die Wirkung des Interleukins hemmt. Diese Erkenntnis des Gegenspieler-Prinzips macht man sich zu nutze, um diese Anti-Interleukin-Therapie zu entwickeln.

Eine eigens dafür eingerichtete Laboreinheit erlaubt es uns, unsere Patienten mit dieser hochwirksamen entzündungshemmenden Methode zu behandeln. Die Behandlung zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus, da körpereigene Wirkstoffe verabreicht werden.

Wie funktioniert die Orthokin/ IRAP-Therapie?

Dem Patienten werden bei der IRAP-Therapie mit einer Spezialspritze 50 ml Blut aus der Vena jugularis (Halsvene) unter aseptischen Bedingungen entnommen. In einem speziellen Verfahren wird die Konzentration von eigenem Interleukin Rezeptor Antagonist IL-1RA und verschiedenen Wachstumsfaktoren erhöht. Dieser Prozess findet innerhalb von 24 h in einem Wärmeschrank statt. Das anschließend gewonnene Serum wird mit Hilfe steriler Filter gereinigt und portionsweise in einzelnen Spritzen aufgezogen. Die zu injizierende Serummenge richtet sich nach der Gelenkgröße und den vorhandenen Knorpelschäden.

Das Serum wird unter aseptischen Bedingungen in das zu therapierende Gelenk injiziert. Eingefroren können die restlichen Proben bis zu sieben Monate gelagert werden, so dass Wiederholungen der Injektionen problemlos möglich sind.

Für welche Gelenkprobleme kann die Therapie verwendet werden?

Grundsätzlich kann die Orthokin bzw. IRAP-Therapie bei jeder Art und in jeder Phase einer Gelenkentzündung verwendet werden. Die bisher genutzten Medikamente werden nach wie vor in einem akuten Zustand einer Gelenkentzündung angewendet. Aufwand und Kosten der IRAP°-Therapie rechtfertigen ihren Einsatz insbesondere bei Versagen der initial konservativen Therapie. Das heißt:

Wenn das erkrankte Gelenk mit „regulären“ Medikamenten ohne Erfolg vorbehandelt wurde, oder sich die Entzündung verschlimmert, können wir auf diese neue Therapie zurückgreifen.

Gerne beraten wir sie hierzu ausführlich- rufen sie uns an oder schicken sie uns eine E-Mail an ed.nhabnner-kinilkedrefpTOBMAPS]ta[ITNAofni