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Fohlenintensivmedizin

Fohlenintensivmedizin

Mit dem steigenden Wert eines Pferdes gewinnt auch die Fohlenintensivmedizin zunehmend an Bedeutung. Der nahende Geburtstermin wird oft von einer enormen Anspannung und Erwartungshaltung der Züchter und Besitzer begleitet. Trotz der eher robusten Natur des Pferdes ist die Trächtigkeit und Geburt jedoch eine problematische Phase und häufig mit erheblichen Komplikationen verbunden. Die Geburt eines lebensschwachen und kranken Fohlens nach der langen Zeit des Wartens ist für jeden Besitzer eine herbe Enttäuschung. Jedoch ist auch das scheinbar gesunde, neugeborene Fohlen vor allem unmittelbar nach der Geburt, aber auch in den ersten Lebenswochen und –monaten vielen Gefahren ausgesetzt und bedarf daher einer besonderen Aufmerksamkeit und Zuwendung seiner Besitzer.

Zu den Komplikationen in der Geburt bzw. unmittelbar nach der Geburt und in den ersten Lebenstagen gehören folgende Punkte:

Die hier genannten Erkrankungen können sicherlich nur einen kurzen Einblick in die wichtigsten Fohlenkrankheiten geben. Grundsätzlich gilt, dass auch ein scheinbar gesund geborenes Fohlen nicht selbstverständlich gesund und vital bleibt. Das Fohlen ist im Laufe seines Heranwachsens täglich Gefahren ausgesetzt, so dass eine tägliche Kontrolle der Fohlen unverzichtbar ist. Je früher ein Problem erkannt wird, desto größer sind meist die Heilungschancen.

Die frühe Wachstumsphase zwischen dem 7. Tag und dem 6. Monat wirkt sich stärker auf die zukünftige Nutzung und den Wert des Fohlens aus, als jede andere Lebensphase. Die moderne Intensivmedizin zur Versorgung neugeborener Fohlen ist hochgradig spezialisiert, kosten­intensiv und auf eine Vielzahl potentiell gefährlicher Situationen zugeschnitten.

Leistungen

Diagnostik

  • digitales Röntgen (Gliedmaßen, Abdomen, Thorax)
  • Ultraschall (Abdomen, Herz)
  • Endoskopie
  • Gastroskopie
  • Laboruntersuchungen

Therapie

  • Intensivbetreuung von neugeborenen und lebensschwachen Fohlen (bei Bedarf in einem speziellen Fohlenbett mit integrierter Heizung), inklusive TPN (totale parenterale Ernährung) und O2-Insufflation
  • Notfallchirurgie (Mekoniumverhalten, Blasenruptur, Kolik)
  • Gelenkspülungen und Arthroskopie
  • Immunglobulintransfusionen